Montag, 17. August 2015

Etappe 3

Diese Etappe ist kurz erklärt: Wasser von oben, Wasser von unten, Wasser von der Seite, ja sogar Wasser von Innen gab es heute! (Man schwitzt aber auch wie Sau unter der Regenkleidung ;-)


Und da war ausserdem noch:
Der Fernseher, der mitten in der Nacht (Punkt 4Uhr) im Zimmer los ging! Ich stand wortwörtlich im Bett! Entweder ein Gruss vom Vormieter oder aber es spukt im Kolberbräu in Bad Tölz!

In der Dorfbäckerei deckte ich mit Znüni ein und schon ging es 8:10Uhr weiter entlang dem Isarufer zu den Steinpyramiden! Quasi das Klein-Kairo im Isarwinkel. Der Cache (standesgemäß unter einen kleinen Pyramide versteckt, war mein kleines Highlight heute). Danach folgt man dem Arzbach, 11km entlang, stetig an Höhe gewinnend, bis zur Tiefenalm. Von da folgte ein extrem mühevoller Anstieg. Fast senkrecht ging es hoch, der halbe Weg unter Wasser und sowas von glitschig! Man hätte genau so gut mit Sandaletten über Eisschollen laufen können! Immerhin: Aus dem Nebel tauchten urplötzlich eine ganze Herde Gemsen auf, die sich am satten Grün labten. Sie bemerkten mich erst, als ich den Pixelautomaten ziehen wollte. 14:30 Uhr traf ich bereits auf der Hütte ein. Kein Wunder, wenn man durchzieht! Pausen gab es nur eine, als ich einen mickrigen Unterstand fand. Immerhin waren dies die einzigen 20Min. ohne Regen heute! :-)

Fazit des Tages:
- Zeh ok, dafür Fuss im Arsch
- auf der Tutzinger Hütte selbst gibt es keine Mobile-Verbindung. 10m vor dem Haus jedoch, kann man sich mit etwas Glück gerade noch so einen Verbindungsbalken erhaschen! Unglaublich wie viele Hüttennächtiger raus mussten! :-)
- ich selbst bin nicht gegen das "Irren ist menschlich" gefeiht! Ich dachte echt nicht, dass nach gestern, das Wetter noch schlechter werden kann! War es aber!
- die Benediktenwand wäre ja voll eindrücklich; vorausgesetzt man sieht sie! Leider, wegen des grauseligen, nass-verhangenen Wetters (besser als Nebelsuppe bekannt), sah ich bis zu meiner Ankunft nichts davon! Später am Abend, so gegen 19Uhr, sah man dann endlich was aus dem Fenster!
- Geocaching: 2 Founds, 1 Not Found
- und noch ein Dankeschön an Oliver (den ich wieder auf der Hütte traf und an Töbi aus München) für den geselligen Hüttenabend! Prost! Ps: Der Hirschkuss ist echt empfehlenswert, kommt aber auch nicht an Appenzeller ran! :-)

Und wie gehabt noch ein paar Bilder des Tages:
















Sonntag, 16. August 2015

Etappe 2

"Wasser Marsch!", war die heutige Devise! 8Uhr in Wolfratshausen gestartet und 15:15 in Bad Tölz angekommen! Der Leser merkt: Es gab nicht viel Sightseeing auf dieser Etappe! Es war einfach zu nass um gemütlich irgendwo länger zu rasten!


Schade eigentlich, denn die Strecke durch die Isar Auen wäre landschaftlich sehr schön und Bronzeschwerter (#Geocaching) liegen hier wohl auch noch etliche rum! :-)

Fazit des Tages:
- Nass, nass und nochmals nass
- die Isar Auen- Wege glänzen durch kilometerlange Schotterwege! Meine Füsse haben definitiv kein [Gefällt mir] gedrückt! Dafür konnte hier der Regen punkten; denn wo nass - da keine Mücken- und Bremen-Plage!
- der Zehennagel des kleinen Zeh's will sich verabschieden! *Kruzifix nomol* Immer müssen die kleinsten Körperteile auf sich aufmerksam machen! Ich hab ihm 4 Klebstreifen gegönnt, mit der Ermahnung ihn höchstpersönlich von Board zu suspendieren, sollte er nochmals von sich reden machen!
- Geocaching: 2 Found (zu mehr hatte ich keine Lust, war mir echt zu nass)
- Schwierig gestaltet sich übrigens die Reservation der Unterkünfte. Während die SAC-Hütten einem so oder so aufnehmen müssen (sofern man in einem Alpenclub dabei ist- ich bin übrigens beim SAC Raetia) gilt unten im Tal "First come, first sleep"! Etappe 4 im Vorderriss ist ausgebucht! Mal sehen ob ich in Jachenau stoppe oder durchmarschiere bis Hinterriss!
- Morgen geht's endlich in die Berge! Zuerst erwartet mich das Highlight der Steinpyramiden im Isarwinkel und dann geht's hoch zur Benediktenwand!
- Der Gasthof Kolberbräu überzeugt mit dem tollen Zimmer, was ich bekommen habe! Der doppelte, heimatliche Kräuterschnaps hingegen, sollte dringend bei Appenzeller in die Schule gehen!

Und noch ein paar Eindrücke des Tages:
















Samstag, 15. August 2015

Etappe 1

8:00 Start auf dem Marienplatz in München! 32.2km stehen auf dem Programm. Alles der Isar entlang, bis nach Wolfratshausen. Ein sehr leichtes Höhenprofil ebnet diesen Weg! Auch mit den Temperaturen habe ich Glück! Gestern noch ca. 34Grad in der Innenstadt, heute waren angenehme 24Grad vorher gesagt.
Start auf dem Marienplatz

Aus den 32.2km wurden letztlich einige Meter mehr. Dies, weil da 20 Tupperdosen den Weg säumten und eingesammelt werden mussten! Um die Mittagszeit traf ich beim Suchen auf Oliver aus Thürigen! Ebenfalls Cacher und ebenfalls auf dem Weg nach Venedig. Wir suchten bis zum Tagesziel zusammen die Dosen! Cool! Danke Oliver! Bestimmt laufen wir uns noch einige Male bis Venedig über den Weg! :-)
Ansonsten war nicht viel los auf dieser Tour! Ankunft in Wolfratshausen 17:15Uhr! Also 45Min vor der geplanten Zeit und dass trotz Dosensuche und längerer Einkehr im Biergarten des Kloster Schäftlarn. Und was gabs? Natürlich standesgemäss Bier und frische Brezel! 

Fazit des Tages: 
- in München joggt man gerne der Isar entlang (mind. 42Millionen kamen entgegen)
- Grüssen scheint keine Tugend der Bayern zu sein (Kruzifix nomol)
- wo man hinsieht "alle trinken Bier"! (ok, nicht wirklich überraschend)
- bis km 31 trockenes Wetter (sogar Eitel-Sonnenschein war dabei), danach war Regentanz angesagt
- Geocaching: 20 Founds und 3 Not Founds
- der Rucksack ist schwer (ok, auch das ist nicht wirklich überraschend)
- den ersten München-Venedig-Kleber entdeckt (Hurra!)
- im Humplbräu in Wolfratshausen isst man ausgezeichnet und der Himbeergeist ist Extraklasse! :-)

Und hier noch einige Eindrücke vom ersten Tag:









6. München

Nach der Wherigo- Tour durch München stand der Schnitzelwirt auf dem Programm!
Übrigens wusstet ihr, dass 90jährige in Begleitung ihrer Eltern gratis das Karl Valentin - Museum besuchen dürfen!?

Schnitzelwirt München

Den abendlichen Abschluss feierten wir im HardRock CAFE! Die Chicken Wings mit der hausgemachten geräucherten Marinade sind übrigens sehr zu empfehlen! :-)


HardRock CAFE München

*lecker* :-)


Freitag, 14. August 2015

5. Auf nach München

Auf nach München! Da es jetzt so langsam richtig los geht, habe ich mir die Arbeit gemacht und den Countdown Alphabetisch sortiert:

8,3,1,5,9,0,6,7,4,10,2

Igis Dorfplatz - München

Ich habe natürlich das Glück, dass mich die beste Frau der ganzen Welt ♥ Regula ♥ begleitet! :-)

Vielen Dank mein Schatz für die Glückspünsche auf Fasselbook:

Landquart

Mit läppischen 10 Minuten Verspätung ist unser Eurocity in München eingetroffen! Natürlich haben wir als erstes den Startpunkt des Traumpfades in Beschlag genommen... (Ok, aber auch nur, weil der Marienplatz am Weg zu unserem Hotel liegt! :-)

München Marienplatz

Nach dem Bezug des Hotelbettes im Hotel Schlicker 100m neben dem Marienplatz, direkt am Weg nach Venedig gelegen, sind wir natürlich ersteinmal auf Dosentour! 2 Wherigos haben wir geräubert und dabei sehr viel Neues und Interessantes über München erfahren!

Geocaching

Was man alles durch Geocaching entdecken darf... :-)



Ps: In eigener Sache
Den Blog tippe ich auf einem iPhone 6+! Rechtschreibfehler werden nur zum Amüsement des Lesenden eingebaut; nicht dass es noch langweilig wird!

Sonntag, 2. August 2015

4. Meine Challenges

Für die Tour habe ich mir 8 persönliche Challenges gestellt:
Eigentlich wollte ich 42; aber nach 8 fiel mir nichts mehr ein! ;-)



Challenge 1: Ich bin Reinhold Messner der Everest-Bezwinger!
Ich habe mir extra einen Bart wachsen lassen! Mind. 1 Person muss mich für Reinhold halten! In den Dolomiten sollte dies ja kein Problem sein! Die vielen Touris haben bestimmt schon vom Reini gehört und lassen sich bestimmt auch gerne auf ein Pix mit dem "(un)echten" Reinhold Messner ein! ;-)

Fazit: Ich hab Reinhold Messner live getroffen! Also mehr geht ja jetzt nun wirklich nicht! Zudem wurde ich anhand meiner ID nicht mehr erkannt! Ok ok... keiner war so doof, mich mit Reini zu verwechseln- dazu bin ich wohl einfach zu hübsch! Aber da kann ich ja nix für! :-)



Challenge 2: Prinzessinnen-Schlaf auf der Berghütte!
SAC-Hütten sind ja bekannt für ihre Massenlager! Einer schnarcht, der Rest ist und bleibt hellwach! Challenge: Ich bin derjenige der schnarcht und somit am Morgen der Ausgeruhteste. Möge die Macht der Ohropax mit mir sein!

Fazit: Diese Challenge habe ich bereits auf der 3.Etappe locker erfüllt. Auf der Tutzinger Hütte hörte ich mich zwar nicht selbst schnarchen, aber die Zimmerkollegen sahen am Morgen ziemlich mitgenommen aus! *gnignigni*




Challenge 3: Ich finde den Final vom Gecoache GC1FPN1!
Logisch ist das eine Challenge; denn sonst wäre ich ja gar nicht auf die illustre Idee gekommen, quer über die Alpen ans Meer zu latschen. Vorher wird übrigens nicht nach Hause gegangen! Es gilt: SBG!  (Suchen bis gefunden)

Fazit: Natürlich eines der Sahnehäubchen auf dieser Tour! Ich kann das Gefühl, wenn man das Logbuch in den Händen hält, nicht wirklich beschreiben. 
Vielleicht so: Denkt einfach, ihr seit etwa 4 Jahre alt und erblickt den leuchtenden Christbaum, zu Hause in der warmen Stube und dann die vielen Geschenke darunter! Etwa in so steht man da... und vergisst den Mund zuzuklappen!




Challenge 4: Tupperdose auf dem Hochfeiler GC15EBD!
Auf über 3510 Meter über Meer, im Zillertaler Gebirge, befindet sich eine Tupperdose auf dem Hochfeiler (auch Gran Pilastro genannt), die man einfach mitnehmen muss. Wann kommt man sonst schon so akklimatisiert auf einen 3500'er hoch?

Fazit: Fail! 
Aber... Berge laufen nicht davon! Tja.. und da ist der Hochfeiler auch ein wenig selber schuld; denn ich komme wieder!




Challenge 5: Weniger ist mehr!
Der Rucksack freut sich über jedes Gramm weniger, welches er aufnehmen muss! (Ganz geschweige denn vom Träger!) Ergo werden z.B. nur 2 Paar Unterhosen eingepackt! Das ist praktisch gesehen, bereits eine zu viel!
Frauen werden sich nun fassungslos an die Stirn greifen! Männer hingegen werden eher mit einem "Für was überhaupt eine Unterhose!", antworten!
Challenge: Die eine Unterhose mindestens 14 Tage getragen werden (die Hälfte der Tour), bevor sie gewechselt wird! :-)
PS: Ja hier zeigen sich die Schattenseite der Tour!

Fazit: 17 Tage! 1 Unterhose! Fliegen fanden mich geil! Challenge übertroffen! :-)




Challenge 6: Prickelndes Erlebnis!
Auf dem Weg von München nach Venedig liegt das weltberühmte Weinanbaugebiet Prosecco! Rund 90 Millionen Flaschen werden hier jährlich hergestellt. Mind. 1 Flasche des Schaumweines, will ich auf einer Etappe durch die Region verköstigen. Wäre ja auch schade wenn nicht!

Fazit: Diese Herausforderung hat mir einen schweren Kopf beschert! Ok- es war keine wirkliche Herausforderung! Die schlürfen in Italien das Rebenzeugs wie Wasser! Irgendwie hat sich das danach eingebürgert! Bis zum letzten Tag in Venedig, gab es zu jedem Essen "Prosecco"! Eigentlich hätte die Challenge heissen müssen: Ich kann alle verschiedenen Sorten allein am Geschmack unterscheiden! Ich hätte locker gewonnen!



Challenge 7: Salzwasser pflantschen!
Die München-Venedig-Gänger schwärmen davon, wie sie nach ca. 530km ihre Schuhe auszogen und ihre Käsepedalen im Meer badeten! Warum nur die Füsse? Der Rest stinkt doch bestimmt genau so! Also die Unterhosen bestimmt! ;-) Aus diesem Grunde die Challenge "Alles muss rein ins Wasser und einmal richtig abgetaucht!"

Fazit: Fail! Eigentlich hätte alles gepasst! Wetter! Zeit! Stimmung! Lust! Aber die Vernunft hat letztlich gesiegt; denn wer Meerwasser an der Haut kennt, die man nicht richtig abwaschen kann, der weiss,... dass.... ich mich jetzt im Nachhinein *schwarz" ärgere!




Challenge 8: Gondel in Venedig fahren!
Schon x-mal war meinereiner in der Lagunenstadt; allerdings noch nie zu Fuss! Gondel gefahren bin ich aber noch nie! Zum Abschluss will ich das mit meiner Liebsten erleben! Eine romantische Gondelfahrt durch die Lagune; ich liege flach und der Gondoliere krampft! (Sowas darf man nach 550km!) Aber wehe der Typ kann nicht singen; dann geht er über Bord und ich singe selber!

Fazit: Schweine teuer (80Euro tagsüber und 100Euro Abends) und singen tun die Stöckchenschwinger auch nicht! Schiebung! Voll enttäuscht! Nie wieder! Wenn du echt was Cooles und Romantisches erleben willst, zieh den Rucksack wieder an und lauf zurück nach München!



Apropos Gondel! Das wird die einzige Gondel sein, welche ich fahren werde! Unterwegs gilt: Soweit die Füsse tragen! Mitfahrgelegenheiten, Sänften und Sherpas sind Tabu! Selbst ist der Mann und der Weg ist bekanntlich das Ziel! Go for it!

Fazit: Also die Zillertalbahn ist auch so was wie eine Gondel! Ehrlich! Da muss man schon ein Auge (oder auch zwei) zudrücken! ;-)